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Taschenlampe LED Lenser M5

[Trigami-Review]

Wofür benötigen wir eine LED Taschenlampe?

Wer von uns kennt nicht die Probleme auf einer dunklen Bühne, im Projektstudio oder aber auch im Proberaum? Immer dort wo wir aufgrund der bescheidenen Ausleuchtung nichts sehen, muss nun die Verkabelung geändert oder aber irgendwelche Geräte umgeräumt werden. Das sind eben Murphys Gesetze. Mein Schreibtisch zu Hause steht z.B. direkt vor dem Fenster, weil es der einzig freie Platz war. Wenn ich nun eine neue Audio-Karte in den Computer einbauen möchte, krabbel ich unter den Schreibtisch und sitze, da der Schreibtisch das Sonnenlicht des Fensters hervorragend abschirmt, direkt im Dunklen. Auch unser Proberaum ist so ein Spezialfall. Da er von mehreren Bands benutzt wird, fühlt sich natürlich niemand für das Auswechseln defekter Leuchtstoffröhren zuständig. Daher funktionieren in dem Raum mit knapp 40 m2 gerade noch 2 Lampen - eine Leuchtstoffröhre und eine Standlampe für unseren Drummer.

M5 LED LENSER

Für derlei Notfälle enthält mein Überlebenspaket neben Gitarren-Ersatzsaiten auch eine Mini MagLite

Auf den Test der LED LENSER M5 habe ich mich daher richtig gefreut, da die Taschenlampe ihre Qualität im direkten Vergleich mit obiger Halogen-Taschenlampe beweisen musste.

Beschreibung der LED Lenser M5

Das Unternehmen Zweibrüder Optoelectronics GmbH bietet mit der Led Lenser M5 eine Taschenlampe an, die noch ein Stück kürzer ist als meine Taschenlampe, da sie statt zwei nur eine Mignon-Zelle (AA-Batterie) benötigt. Geliefert wird die hochleistungs LED Taschenlampe mit Batterie, einem Halfter, einem Armband, einer sog. Smartcard und einer Kurzanleitung. Diese Kurzanleitung habe ich nur zum erstmaligen Einsetzen der Batterie benötigt, da die drei Beleuchtungs-Modi der Taschenlampe auf der Smartcard ausführlich erklärt und bebildert sind. Das verstehen auch Musiker ohne Abitur! Die Taschenlampe besitzt ein robustes Metallgehäuse, liefert einen 88 lm Lichtrom und die handelsübliche AA-Zelle besitzt eine Lebensdauer von ungefähr 6 ½ Stunden.

M5 LED LENSER Inhalt der Verpackung

Die LED LENSER Taschenlampe M5 enthält eine Mikrokontroller-Steuerung, die über einen kombinierten Taster / Schalter drei verschiedene Modi schalten kann. Wenn der Schalter leicht gedrückt wird, arbeitet er als Taster; bei stärkerem Druck rastet er ein und arbeitet als Schalter.

Die drei möglichen Modi sind:

  1. 100% Modus, wenn die Taschenlampe direkt eingeschaltet wird.
  2. 15% Modus, Schalter einmal leicht drücken und danach einschalten.
  3. Strobe Modus, Schalter zweimal leicht drücken und dann einschalten.

Dies alles ist über einen einzigen Schalter steuerbar und auf der Checkkarten großen Smartcard erklärt.

Cool ist auch der Speedfocus. Statt wie bei anderen Taschenlampen vorne an der Linse zu drehen, kann ich das vordere Stück einfach direkt herausschieben und mir so die gewünschte Fokussierung einstellen. Zurückgeschoben erhalte ich ein defokussiertes großflächiges Flutlicht und herausgeschoben einen Spot, der dann bis zu 110 m weit leuchtet.

Praxistest der Taschenlampe

Damit ihr euch von der Leuchstärke der LED LENSER M5 ein Bild machen könnt, habe ich unserem abgedunkelten Proberaum sowohl mit der M5 (im 100% Modus) als auch mit meiner Mini Halogen-Taschenlampe mein Pedalboard aus 1 Meter, meinen Gitarrenverstärker aus ca 3 Metern und unser (etwas verstaubtes) Schlagzeug aus etwa 4 Metern angeleuchtet und dann ohne Blitz jeweils ein Foto geschossen. Die Helligkeit der Fotos mit LED Lenser M5 Ausleuchtung ist schon erstaunlich. Das die Fotos teilweise unscharf sind, liegt natürlich an dem fehlenden Blitz. Ihr könnt allerdings direkt erkennen, dass die Fotos mit der Mini Halogen-Taschenlampe deutlich unschärfer sind als die mit dem LED LENSER M5, weil die M5 Taschenlampe den Raum deutlich heller ausleuchtete.

Proberaum-Bilder
LED LENSER M5 Mini Maglite Halogen-Taschenlampe
M5 LED LENSER Pedalboard Foto Halogen Pedalboard Foto
M5 LED LENSER Amp-Foto Halogen Amp-Foto
M5 LED LENSER Foto der Drums Halogen Foto der Drums

Der 100% Modus eignet sich hervorragend zum Ausleuchten von dunklen Ecken, z.B. beim Einbau eines neuen Effektgerätes in das Siderack an anschließender rückseitiger Verkabelung. Auch das nächtliche Ein- und Ausräumen des Equipments in bzw. aus einem Fahrzeug wird dank der "vollen" Beleuchtung der LED LENSER M5 vereinfacht.

Da der 100% Modus in einigen Fällen zu hell ist und deshalb störende Reflexionen auftreten können, ist der 15% Modus nicht nur als Stromsparmaßnahme sinnvoll, sondern kann z.B. zum blendfreien Ablesen von Geräteeinstellungen benutzt werden. Eine Bilderreihe ist mir hierzu leider nicht gelungen, da es meiner Kamera zu dunkel war. Allerdings war es mir dank 15% Modus problemlos möglich die Einstellungen meines Hughes and Kettner Tubeman MK2 (siehe Bild oben links) abzulesen, obwohl dieser wegen seiner hochglänzenden gebürsteten Alufront das Ablesen der Poti-Einstellungen nicht gerade unterstützt. Auch für meine "Lieblingsbeschäftigung", nämlich das Umbauen des Computers unter dem Schreibtisch, war der 15% Modus genau richtig. Er leuchtete alles aus, blendete aber nicht.

Den Strobe Modus, für den u.a. zur Gefahrenabwehr im Dunklen geworben wird, finde ich persönlich unpraktisch. Sollte mich tatsächlich nachts jemand angreifen, dann würde es mir aufgrund meiner Nervosität mit Sicherheit nicht gelingen die LED LENSER M5 in den Strobe Modus zu schalten.

Fazit

Die LED LENSER M5 ist ein klasse Gerät. Ich hätte niemals gedacht, dass es gelingt aus nur einer einzigen AA-Zelle eine solche Helligkeit zu erzeugen. Für knapp 50€ gibt es eine leuchtstarke wasserdichte LED Taschenlampe, für die vom Hersteller sogar ein Forum eingerichtet wurde.




Dirk
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Re: kein Betreff
Reply #3 on : Fri October 02, 2009, 14:37:05
Ich glaube, Zweibrüder macht virales Marketing mit Testberichten von Leuten, die nur die Baumarktfunzeln kennen, aber nie eine Taschenlampe von Olight, Fenix, Eagletac fürs gleiche Geld usw. in den Händen gehalten haben... ;-)
Arne
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Reply #2 on : Wed September 30, 2009, 21:00:31
da Trigami für den Review 14 Tage einräumte, ich die Taschenlampe aber erst 4 Tage vor Ende der Frist endlich hatte (erster Zustellversuch durch den DPD nach 8 Tagen), hatte ich keine Zeit die Lampe brennen zu lassen, um zu sehen was passiert, wenn die Batterie schwächer wird. Im Dauerbetrieb schaltet die Lampe nach 3 bis 5 min. von 100% auf 15% um, um eine Überhitzung zu vermeiden. Allerdings kann man sie sofort wieder auf 100% zurückschalten.
Was die Vergleichbarkeit angeht: Vergleichen kann man nur was man zum Vergleichen zur Verfügung hat und das ist bei mir sicherlich ein klein bißchen weniger als bei light-reviews. In diesem Fall also meine Mini Maglite. Außerdem ist ein Review (meiner Meinung nach) immer subjektiv, denn die reinen Daten, kann man auf den Herstellerseiten auch ohne Review vergleichen. D.h. mir geht es um rein subjektive Empfindungen, wie z.B. Bedienbarkeit, Helligkeit oder auch Spaßfaktor.
Dirk
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Fragen bleiben Offen
Reply #1 on : Wed September 30, 2009, 11:27:54
Haben diese Taschenlampen denn eine konstant-geregelte Helligkeit?
Also kein Dunkler-Werden mit der Zeit, wie es früher bei den Lensern normal war? Wie lang leuchtet die Lampe bei 100% und 15%, bis die Helligkeit auf die Hälfte abgefallen ist? Würde mich (und andere auch!) brennend interessieren.
Alles andere ist ja irgendwie subjektiv und nicht wirklich vergleichend mit Marken wie Olight, Fenix und Eagletac.
www.light-reviews.com
So bewertet man Taschenlampen :-)

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