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Tube-Amp vs. digitaler Amp-Modeler


Kaum einer hat einen Röhrenverstärker und einen Amp-Modeler schon einmal im direkten Vergleich gehört. Aber jeder "weiß", dass einen Tube-Amp natürlich viel besser klingt, mehr Dynamik hat und überhaupt das Non-Plus-Ultra ist.

Vorurteile gegen Amp-Modeler

Ende der 60er kamen die ersten Transistor-Verstärker auf den Markt. Leider wurde der Fehler gemacht, diese wie aktuelle HiFi-Verstärker zu designen und ihnen damit einen völlig neuen Sound zu verpassen, der dann von den Gitarristen abgelehnt wurde. Da wie überall der erste Eindruck zählt, war damit das Vorurteil gebohren, dass Transistor-Verstärker nichts taugen. Selbst 40 Jahre später, alle Gitarren-Magazine berichten von hervorragend klingenden Transistor-Amps, ist diese Verstärkerart von der breiten Gitarristengemeinschaft nicht wirklich akzeptiert.
Gleiches gilt für die Modeler. Als Line6 den Pod herausbrachte, hatte er einen für damalige Verhältnisse unfassbar guten Sound. Allerdings fehltem ihm die Dynamik und damit die von Tube-Amps bekannte Ausdrucksmöglichkeit. Er reagiert auch nicht besonders gut auf das Volume-Poti und das Umschalten zwischen Neck- und Bridge-Pickup erzeugte meistens einen nicht wirklich unterschiedlichen Sound. Also war der erste Eindruck: Gut zum nächtlichen Üben, aber kein wirklicher Ersatz für einen Röhren-Verstärker.
Jeder PC Besitzer weiß, dass die Digital-Elektronik Jahr für Jahr riesen Fortschritte macht. Aber über 10 Jahre nach dem ersten Erscheinen des Line6 Pods, werden den digitalen Amp-Modelern nur geringe Fortschritte Richtung Tube-Amp zugestanden. Außerdem wird sehr gerne - weil < 100 EUR - ein preiswertes Multieffektgerät mit dem mehrere tausend EUR teuren Tube-Amp verglichen.

Sound-Vergleich

Überall hören wir Aussagen wie: "Der Modeler klingt gar nicht wie mein Marshall" oder "Das Schimmern meines Fenders bekommt der Modeler aber nicht hin". Was sollen wir davon halten? Nun, zunächst einmal gar nichts!
Um zwei Geräte miteinander vergleichen zu können, müssen für sie gleiche Vorraussetzungen geschaffen werden.

  1. Der bzw. die Sounds müssen in gleicher Lautstärke verglichen werden. Ganz wichtig!
  2. Da ein Amp-Modeler keinen Verstärker und Lautsprecher besitzt, müssen wir ihm einen spendieren. Allerdings nicht die No-Name Aktivbox vom Discounter, sondern z.B. eine dB Technologies Opera, eine JBL Eon oder vergleichbar hochwertige Boxen.

Jeder der sich schon einmal verschiedene HiFi-Lautsprecher gleicher Preisklasse verglichen hat, weiß dass sie unterschiedlich klingen. Wenn mein Modeler trotz guter Box nicht wie mein Tube-Amp klingt, ist es naheliegend davon auszugehen, dass der Modeler-Hersteller zum Vergleichen der Sounds einen anderen Lautsprecher benutzt hat.

Tuning-Maßnahmen

Allen ist bekannt, dass ein Equalizer beim FoH-Mixer Wunder wirkt, wenn es darum geht an verschiedenen Locations den gewünschten Sound einzustellen. Warum nicht auch für den Gitarren-Sound? Leider fehlt sämtlichen Modelern ein vernünftiger Output-Equalizer. Ich meine hiermit einen richtigen Equalizer und nicht die hier und da anzutreffende Schmalspur-Klangregelung wie bei der Boss GT Serie. Also kauft euch einen Equalizer, wie z.B. den Boss GE-7, Behringer EQ-700, MXR M-109 oder besser den MXR M-108.


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Arne
Comment
Sound
Reply #2 on : Wed February 24, 2010, 20:28:46
Ich bin der Meinung, dass man nicht den Sound anderer Gitaristen nachahmen soll. Denn der Sound kommt eben auch aus den Fingern.
Stattdessen sollte man seinen eigenen Sound suchen. Und dann ist es egal wie und womit man ihn gefunden hat.

Arne
Ingo
Comment
Röhren
Reply #1 on : Wed February 24, 2010, 15:22:14
Bist du der Meinung, dass Transen genau so gut klingen wie Röhrenverstärker?

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