Heutzutage wird ein Gitarrensound bevorzugt, der unten herum richtig reinhaut. Falls der Bassist mal keine Zeit haben sollte, so fällt dies dem Publikum dank des vollen Gitarrensounds kaum auf. Ende der 60er und in den 70ern als die Rockgitarre erfunden wurde, war dies noch anders. Dank der soeben "erfundenen" Verzerrung, den Fuzz-Pedals und Treble-Boostern waren die Gitarren eher grell als voll.
Aus dieser Zeit übernommen haben wir die 12" (305mm) Lautsprecher und die elektr. Schaltungen. Müssen wir nun einen neuen "Nu-Rock" Amp kaufen? Oder gibt es Möglichkeiten seinem alten Marshall oder Vox soundtechnisch etwas auf die Sprünge zu helfen?
Da die Klangregelung der meisten Gitarren-Verstärker passiv und vor allem im Bass-Bereich recht uneffektiv arbeitet (soll heißen, dass ein Drehen am Bassregler nicht viel verändert), benötigen wir einen externen Equalizer. Also z.B. einen DOD FX40B, Boss GE-7 oder Behringer EQ-700. Außerdem muss der Gitarren-Amp zwingend eine Effects-Loop besitzen, da wir den Equalizer zwischen PreAmp und Power-Amp schalten müssen. Falls der Verstärker mit einer parallelen Effects-Loop ausgestattet ist, so muss diese auf 100% Wet eingestellt werden!
Lasst die Frequenzen kleiner 120 Hz unangetastet! Zwischen 120 Hz und 800 könnt ihr dann per grafischem Equalizer im Frequenzgang einen Berg einzeichnen. Da wir einen neuen Sound formen und nicht versuchen Raumresonanzen herauszufiltern, können wir den Equalizer auch ruhig etwas kräftiger einstellen. Also z.B. +12 dB bei 200 Hz. Lasst euch von euren Ohren leiten. Gut ist, was gut klingt! Achtet allerdings darauf es nicht zu übertreiben, da gerade Transistor-Amps bei angehobenen Bässen schnell zur Übersteuerung und damit zu einen fiesen Transistor-Verzerrung neigen.
Reply #1 on : Thu February 25, 2010, 00:03:24
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