Wenn wir uns Gedanken über die Größe eines Gitarrenlautsprechers machen, sollten wir uns überlegen wie es bei HiFi Lautsprechern aussieht. Kleine Lautsprecher können die Höhen besonders gut übertragen wohingegen für die Bässe entsprechend große Lautsprecher benötigt werden.
Aus dem oben Gesagten folgt, dass ein 10 Zoll Lautsprecher sicherlich ein besseres Top-End besitzt als ein 15 Zöller. Auch die Entscheidung zwischen einem Comboverstärker mit "open back" oder einem Stack "closed-back" Design beeinflusst den Sound. Für eine druckvolle Basswiedergabe sind geschlossene Boxen notwendig. Diese strahlen aber bevorzugt in einem engen Winkel ab, die sogenannte Marshall Schneise. Ein offener Comboverstärker hingegen strahlt zumindest annähernd kugelförmig den Sound aus und kann daher auf einer kleinen Bühne auch ganz gut in der Ecke stehen.
Da wir nicht mehr in den 70'gern leben, gibt es außer dem Sound keinen Grund mehr sich ein Stack zuzulegen. Damals ging es um die Lautstärke, heute um den Rocksound, der sicherlich einfacher aus einem Stack herauszuholen ist. Dabei solltet ihr allerdings beachten, dass Röhrenverstärker besonders gut klingen, wenn sie weit aufgerissen werden. Da kaum jemand von uns in einem Stadium vor 50.000 Zuschauern spielen wird, ist es daher durchaus eine Überlegung wert auf das Stack zu verzichten und sich die Combos mal näher anzusehen. Nicht umsonst benutzen die Helden von Queen oder Nickelback einen VOX AC30.
Kommentar schreiben