Im Besitz oder zumindest ausprobiert habe ich den Koch Pedaltone, Mesa V-Twin und den Hughes & Kettner Tubeman 1 und MK 2 Preamp. Alle Preamps haben ihren eigenen Sound und sind mehr oder weniger flexibel. D.h. ich kann ohne langes Fummeln zwischen guten bis hervorragenden Sounds umschalten. Ihr Nachteil ist offensichtlich. Keine weiteren Effekte und ein vom Hersteller festgelegtes Soundspektrum. So wie bei einem Röhrenverstärker. Dafür ist es allerdings sehr schwer einen schlechten Sound einzustellen.
Ebenfalls im Besitz oder längere Zeit ausprobiert habe ich den Line6 Pod Pro, Line6 Pod XT, Line6 Pod X3, Vox Tonelab SE, Boss GT-8 und Boss GT-10. Alle Geräte bieten neben dem reinen Amp-Modeling noch eine Vielzahl an Effekten. Der Vorteil dieser digitalen Modeler ist natürlich, dass sie einen Haufen zusätzlicher Effekte mitbringen und MIDI steuerbar sind. Aufgrund der Vielzahl vorhandenen Verstärkersimulationen ist es allerdings schwierig sofort "seinen" Sound zu finden. Außerdem sollte ihr Quantität (Anzahl der Effekte bzw. Verstärker-Simulationen) nicht mit Qualität verwechseln.
Die analogen Geräte kann ich anstöpseln, die Klangregelung auf 12 Uhr stellen und erhalte dann einen authentischen Sound, den ich dann schnell per Klangreglung weiter anpassen kann. Bei den digitalen Modelern hingegen muss ich alle Verstärker-Simulationen durchprobieren und anschließend per EQ an meinen gewünschten Sound anpassen. Vielleicht habe ich den falschen Verstärker ausgewählt und schaffe die EQ Einstellung dann nicht. Insgesamt tendiere ich bei den digitalen Wundertüten mehr dazu mit ihnen als mit meiner Gitarre zu spielen. Immer auf der Suche nach "dem" Sound.
Zurzeit benutze ich wieder meinen Tubeman 2 statt des Boss GT-8. Drei klasse Sounds; und gut. Aber ich weiß, dass der Zeitpunkt kommt, an dem ich wieder mehr Sounds benötige oder zumindest zur Verfügung haben möchte. Dann schlägt wieder die Stunde des Boss GT-8.
Reply #1 on : Wed November 25, 2009, 20:35:45
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