Grundsätzlich können wir den Gitarrenverstärker dreiteilen. Vorstufe (Preamp), Endstufe (Poweramp) und Lautsprecher (Cabinet).
Für die Soundformung sind der Preamp und das Cabinet maßgeblich verantwortlich. D.h. der Poweramp hat einen mehr oder weniger linearen Frequenzgang und trägt nur bei Röhrenverstärkern beim Übersteuern zum Sound bei.
Kaum einer hat einen Röhrenverstärker und einen Amp-Modeler schon einmal im direkten Vergleich gehört. Aber jeder "weiß", dass einen Tube-Amp natürlich viel besser klingt, mehr Dynamik hat und überhaupt das Non-Plus-Ultra ist.
Ende der 60er kamen die ersten Transistor-Verstärker auf den Markt.
Heutzutage wird ein Gitarrensound bevorzugt, der unten herum richtig reinhaut. Falls der Bassist mal keine Zeit haben sollte, so fällt dies dem Publikum dank des vollen Gitarrensounds kaum auf. Ende der 60er und in den 70ern als die Rockgitarre erfunden wurde, war dies noch anders.
Unter True Bypass versteht man, dass das Signal, wenn das Effektgerät ausgeschaltet ist, direkt von Eingang zum Ausgang durchgeschaltet wird. Also durch keinerlei Elektronik läuft.
Zunächst müssen wir erst einmal unterscheiden wie groß euer Gig nun eigentlich ist. Der eigentliche Unterschied liegt zunächst einmal darin, dass ihr bei einem kleinen Gig für den Soundcheck selber verantwortlich seit, wohingegen bei größeren Gigs sicherlich ein Mann am FoH-Mixer stehen wird, den der Veranstalter stellt und der den Soundcheck durchführt.
Compressor, OD/DS, Preamp, EQ, FX-1, FX-2, Delay, Chorus, Reverb, Master, Foot Volume, Pedal Wah/Bend, Noise Supressor 1, Noise Supressor 2
Booster: Mid / Clean / Treble Boost
Blues: Blues OD / Crunch / Natural OD
OD: OD-1 / T-Scream / Turbo OD / Warm OD
DIST: Distortion / Mild DS / Mid DS
Classic: RAT / Guv DS / DST+
Modern: Modern DS / Solid DS / Stack
Metal: Loud / Metal Zone / Lead
Fuzz: '60s Fuzz / Oct Fuzz / Muff Fuzz
Um nett zu Boss zu sein, sage ich einfach nur, dass die meisten Preamp-Sounds ein wenig zu grell bzw. höhenlastig sind. Also nicht gerade das, was ich einen runden, weichen oder warmen Sound nennen würde. Meinem alten Line6 Pod Pro fehlten ein paar Höhen und natürlich ist es besser zu viele Höhen zu haben als zu wenige, denn was nicht da ist, kann man nicht anheben.
Mit dem Mastering Equalizer werden wir nur leicht in den Mix eingreifen. Falls sich Instrumente im Mix frequenzmäßig überlappen, so muss dies durch die Channel Equalizer des Mixers behoben werden. Im abgemixten Song ist es hierfür zu spät.
Dann versucht mit dem Mastering Equalizer den Bereich zwischen 100Hz und 300Hz leicht abzusenken.
Es ist nicht laut genug. Jede zur Probe gehörte andere CD ist lauter. Einzelne Kanäle am Mischpult hochzuziehen hilft nicht wirklich.
Jedes Instrument bringt seinen eigenen Reverb mit. Jeder für sich, klasse. Alle zusammen klingen eher spacig, aber es gibt keinen zusammenhängenden Raum, in dem die Instrumente spielen.
Die Instrumente oder die Vocals sind sehr dünn. Also Kompressor rein. Einiges ist jetzt voller.
Ich habe meinen Boss GT-8 genau wie meinen alten Line6 Pod Pro immer über einen aktiven full range PA-Monitor wiedergegeben. Schließlich würde niemand ein Blues Stück über einen Fender Verstärker spielen, diesen per Mikro abnehmen und dann über einen Mesa Rectifier verstärken.
High Gain Sounds sind im Allgemeinen und im Besondern in Multieffekt Geräten wie dem Boss GT-8 kritisch und daher schwierig einzustellen. Jeder gute Ton Ingenieur wird dir beim Recording sagen, dass du viel zu viel Gain benutzt. Andererseits tendiere auch ich - trotz dieses Wissens - dazu das Gain meines Boss GT-10 Patches zu erhöhen, wenn ich mein Palm Mute Riff nicht vernünftig wummern höre. Das Problem bei High Gain Sounds ist, dass die Dynamik flöten geht. Das ist eigentlich klar.
Der Tone Modify Effect Block stellt im weitesten Sinne einen fest eingestellten Equalizer dar. In Situationen, in denen wir z.B. einen Treble Booster (TM Typ Presence) bzw. fett verzerrte Basssaiten (TM Typ Fat) benötigen, kommen wir mit dem Tone Modify Effect dem gewünschten Sound deutlich schneller näher als mit einem Equalizer. Ausnahme: Wir haben jahrelange Erfahrung im Equalizing und wissen daher genau welche Frequenz wir für den gewünschten Sound anfassen müssen.
Zu Hause spielen wir dank der Preamp Simulation des Boss GT-8 Multieffekt Prozessors unsere E-Gitarre natürlich gerne über Kopfhörer, eventuell auch leise, d.h. leiser als während des Auftritts oder der Probe, über einen Verstärker. Wir können uns dann stundenlang damit beschäftigen den absoluten Hammer-Sound einzustellen, nur um dann im Proberaum graue Haare zu bekommen, da der Sound nun - nett ausgedrückt - bescheiden klingt.
Ich werde mich hier auf zwei - meiner Meinung nach - wesentliche Bereiche des Multieffektgerätes konzentrieren.
Natürlich an die Soundvorstellung angepasst, die sich aus der präferierten Musikrichtung ergibt.
Nur so als Beispiel:
Unter direkt in den Mixer habe ich erklärt wie man per Resonator dem etwas dünnen Gitarren Sound des Boss GT-10 auf die Sprünge hilft. Der fette Sound Trick war, dass man statt der original Speaker des Boss GT-10 Multieffekt Prozessors besser zu 4x12" oder 8x12" Customer Speakers greift und direkt hinter dem Preamp den FX1 Block mit dem Tone Modify Modul setzt und dort den Resonator auswählt.
Jetzt kann das Boss GT-10 seine Stärken ausspielen. Falls man über den Mixer geht, wird natürlich mit den Amp Models des Boss GT-10 gearbeitet, da diese nun unseren nicht vorhandenen Gitarren Amp simulieren. Dabei wird man feststellen, dass die Boss Amps über den Mixer ziemlich dünn klingen. D.h. viele Höhen und wenig tiefe Mitten. Also nicht gerade das, was man unter fetten druckvollen Sound versteht.
Grundsätzlich kann man das Boss GT-10 natürlich wie jedes andere Multieffekt-Gerät aus den 90er an einen cleanen Gitarren-Verstärker anschließen, nur die vorhandenen Verzerrer benutzen und einen klasse Sound erhalten. D.h.