Lautsprecher können, sofern sie gut sind, uns einen Sound exakt wiedergeben und eignen sich daher hervorragend für die Wiedergabe ganzer Songs beim Mixing aber auch einzelner Instrumente. Dank unserer Ohrmuscheln können wir die Instrumente - eigentlich den Standort der Klangquelle und somit des Lautsprechers - exakt orten. D.h. wir hören nicht nur den Unterschied zwischen links & rechts, sondern auch oben & unten bzw. vorne & hinten. Dies ist ein wesentlicher Vorteil.
Bei perkussivem Material mit kurzem Attack, also z.B. den Drums, verschlechtert sich durch die Benutzung eines Kompressors deutlich der Anschlag. Die Transienten und damit der Druck der Drums gehen verloren. Um nun die Transienten zu erhalten und trotzdem einen hohen Komprimierungsgrad zu erhalten, könnt ihr das Signal splitten. Per Send wird das Signal auf einen Effektweg mit Kompressor geführt und anschließend dem Original wieder zugemischt.
Zunächst einmal sorgt beim Mixing ein Trittschallfilter für die Unterdrückung unerwünschter Bässe. Mischpulte und einige bessere Mikrofone besitzen meist einen bei 80 Hz fest eingestellten Hochpass. Falls sich die Frequenz ändern lässt, z.B. in der DAW eurers Computers, dann erhöht die Grenzfrequenz bis die Stimme hörbar Fülle bzw. Bässe verliert. Dann erniedrigt die Grenzfrequenz wieder ein wenig.
Wenn denn dann endlich alles aufgenommen wurde, können wir mit dem Mixing anfangen. Dabei solltet ihr grundsätzlich mehrere verschiedene CDs für den Vergleich mit eurer Aufnahme bereithalten. Das Gehör stumpf nämlich relativ schnell ab. Und wenn ihr euch dann später anhört was ihr da abgemischt habt, kommt das blanke Entsetzen.
Vor dem Mixing müssen alle Spuren normalisiert werden, d.h. auf gleiche Lautstärke gebracht werden.
Ich möchte zunächst einige grundsätzliche Recording & Mixing Regeln aufzählen und diese in weiteren Artikeln vertiefen.
Gerade in kleinen Projekt-Studios, in denen die Band ihre eigenen Songs aufnimmt, Mixing und Mastering betreibt, wird dazu tendiert alles auf einmal zu machen. Mal abgesehen davon, dass die Channel-Plugins, wie z.B. Compressor, Limiter oder EQ und die DAW wie Cubase oder Sonar beim Mixing schon einiges an Prozessorlast erzeugen, zu der dann noch die durch das oder die Mastering-Plugins erzeugte Last hinzukommt, sollten wir klar voneinander getrennte Arbeitsschritte auch getrennt durchführen.
Falls Interesse besteht Artikel hier zu veröffentlichen (auch zu Drums, Keyboards etc.), einfach anmailen: k o n t a k t <at> x y c l . d e