Ein Vocoder besitzt 2 Eingänge. Einen Träger-Signal- sowie einen Modulations-Signal-Eingang. Das Signal, das am Modulations-Eingang des Vocoders anliegt, moduliert das Träger-Signal.
Oder einfacher ausgedrückt. An den Träger-Signal-Eingang schließen wir ein Instrument an und an den Modulations-Eingang ein Mikrofon. Der Vocoder sorgt dann dafür, dass der Gesang bzw. die Sprache, die über das Mikrofon aufgenommen wird, auf das Instrument moduliert wird.
Das Boss VF-1 Multi Tap Delay besitzt 20 Taps, d.h. Abgreifpunkte der Delay-Line und einen 21. Tap für das Feedback. D.h. das Feedback wird also nicht erzeugt, indem das insgesamt verzögerte Signal auf den Eingang gelegt wird, sondern es existiert für das Feedback ein eigener Tap, der natürlich in seiner Delay-Zeit auch frei konfigurierbar ist. Für die 20 Taps plus Feedback können wir die Delay Time, Fine Time und die Lautstärke (Level) einstellen.
Einen kompletten Vocal Channel Strip mit Kompressor bzw. Limiter, De-Esser, Equalizer, Enhancer, Delay, Reverb, Modulation, extra Chorus und Noise Suppressor stellt das Boss VF-1 uns quasi so nebenbei zur Verfügung.
D.h. wer noch ein Boss VF-1 in der Ecke liegen hat, kann die Standard-Funktionen eines Vocal Channel Strip - meist Kompressor-Limiter und Equalizer - durch den Vocal Multi Algorithmus des Boss VF-1 ersetzen.
Das Roland RE-201 besitzt ein Bandlaufwerk - deshalb Tape Echo - mit drei Tonköpfen und einen Federhall. Über einen Mode-Schalter können die drei Tonköpfe und / oder der Federhall in festgelegten Kombinationen ausgewählt werden. Mode 1 bis 4 nur Echo, Mode 5 bis 11 Echo und Reverb und Mode 12 nur Reverb. Die Reverb- und die Echo-Lautstärke des Roland RE-201 lassen sich dabei getrennt per Poti einstellen.
Der Roland SDD-320 Dimension D war ein 19" 2HE Rack-Effekt. Zur Steuerung des Chorus-Effektes besaß er 5 Schalter. Einen roten Schalter zum Auschalten und vier weiße Schalter, die sinniger Weise von 1 bis 4 durchnummeriert waren. Die fünf Schalter arbeiteten wie die Stationstasten eines Radios, wurde einer gedrückt so kam der zurvor gedrückte Schalter wieder heraus. D.h.
Anfang 2001 habe ich mir das Boss VF-1 als Ergänzung zu meinem Line6 Pod Pro zugelegt. Im Gegensatz zum Pod Pro, der nur noch zu Deko-Zwecken benutzt wird, ist das Boss VF-1 bei mir allerdings noch aktiv im Einsatz. Nicht für meine Gitarre, sondern für die Spezial-Effekte, die es mitbringt, von denen aber so gut wie niemand etwas weiß. Da es auf ebay teilweise für unter 150 € zu bekommen ist, ich habe damals knapp 900 DM bezahlt, möchte ich es Euch ein wenig näher bringen.