Um nett zu Boss zu sein, sage ich einfach nur, dass die meisten Preamp-Sounds ein wenig zu grell bzw. höhenlastig sind. Also nicht gerade das, was ich einen runden, weichen oder warmen Sound nennen würde. Meinem alten Line6 Pod Pro fehlten ein paar Höhen und natürlich ist es besser zu viele Höhen zu haben als zu wenige, denn was nicht da ist, kann man nicht anheben.
Im Internet ist überall nachzulesen, dass die Simulation der zahlreichen Overdrive und Distortion Pedale Boss angeblich nicht besonders gut gelungen sei. Warum ist dies so? Hierzu gibt's keine klare Antwort.
Jeder von euch, der mit diversen Overdrive bzw. Distortion Pedalen und einem richtigen Gitarrenverstärker schon Erfahrung gesammelt hat, weiß, dass nicht jedes Pedal zu jedem Gitarrenverstärker passt. Z.B.
Auf TheStompBox.Net hat ein User eine nette Idee präsentiert. Den lautstärkeabhängigen automatischen Manual Mode. Mit dem Manual Mode des Boss GT-10 oder Boss GT-8 kann man statt einer Patch-Umschaltung mit den Fußtastern die im aktuellen Patch hinterlegten Effekte ein- & ausschalten.
D.h.
Der Boss GT-10 Feedbacker ist sicherlich ein Effekt, der eher in die Kategorie "Special" gehört. Und genau aus diesem Grunde habe auch ich den Feedbacker lange Zeit ignoriert und bei den Spielzeugen abgelegt.
Ich habe meinen Boss GT-8 genau wie meinen alten Line6 Pod Pro immer über einen aktiven full range PA-Monitor wiedergegeben. Schließlich würde niemand ein Blues Stück über einen Fender Verstärker spielen, diesen per Mikro abnehmen und dann über einen Mesa Rectifier verstärken.
Ich habe eine Zeitlang 2 Solo-Patches benutzt, die sich nur darin unterschieden, dass der eine Patch ein Delay besaß und das CTL Pedal für's Tap Tempo programmiert war und der andere Patch eben kein Delay besaß. Ich habe mir dann überlegt, dass es doch möglich sein müsste mit dem CTL Pedal sowohl die Geschwindigkeit per Tap Tempo einzugeben als auch das Delay ein- und auszuschalten.
Wie alles im Leben war die Lösung dann recht einfach.
Zu Hause spielen wir dank der Preamp Simulation des Boss GT-8 Multieffekt Prozessors unsere E-Gitarre natürlich gerne über Kopfhörer, eventuell auch leise, d.h. leiser als während des Auftritts oder der Probe, über einen Verstärker. Wir können uns dann stundenlang damit beschäftigen den absoluten Hammer-Sound einzustellen, nur um dann im Proberaum graue Haare zu bekommen, da der Sound nun - nett ausgedrückt - bescheiden klingt.
Wenn man der Frage nachgeht, wie man das Boss GT-8 oder GT-10 am Besten aussteuert, so findet man fast ausschließlich die Aussage den Pegel so hoch wie möglich einzustellen, da das Boss GT-8 und GT-10 digital arbeitet und man bei zu niedrigem Signal-Pegel wertvolle Bits bei der AD-Wandlung verliert und somit eine unterdurchschnittliche Signal-Qualität erhält.
Ich werde mich hier auf zwei - meiner Meinung nach - wesentliche Bereiche des Multieffektgerätes konzentrieren.
Natürlich an die Soundvorstellung angepasst, die sich aus der präferierten Musikrichtung ergibt.
Nur so als Beispiel:
Unter direkt in den Mixer habe ich erklärt wie man per Resonator dem etwas dünnen Gitarren Sound des Boss GT-10 auf die Sprünge hilft. Der fette Sound Trick war, dass man statt der original Speaker des Boss GT-10 Multieffekt Prozessors besser zu 4x12" oder 8x12" Customer Speakers greift und direkt hinter dem Preamp den FX1 Block mit dem Tone Modify Modul setzt und dort den Resonator auswählt.
Jetzt kann das Boss GT-10 seine Stärken ausspielen. Falls man über den Mixer geht, wird natürlich mit den Amp Models des Boss GT-10 gearbeitet, da diese nun unseren nicht vorhandenen Gitarren Amp simulieren. Dabei wird man feststellen, dass die Boss Amps über den Mixer ziemlich dünn klingen. D.h. viele Höhen und wenig tiefe Mitten. Also nicht gerade das, was man unter fetten druckvollen Sound versteht.
Grundsätzlich kann man das Boss GT-10 natürlich wie jedes andere Multieffekt-Gerät aus den 90er an einen cleanen Gitarren-Verstärker anschließen, nur die vorhandenen Verzerrer benutzen und einen klasse Sound erhalten. D.h.