Natürlich Effekte einschleifen. Dies deutet schon der ursprüngliche bis zum Boss GT-8 benutzte Name Effects Loop an. Um die User mit dem Begriff Loop nicht zu verwirren, hat Boss mit dem GT-10 die Bezeichnung auf S/R Send Return geändert und den Begriff Loop dem neuen Looper spendiert.
Ich besitze und benutze das Boss GT-8. 2008 habe ich mir das Boss GT-10 bestellt und wieder zurückgesandt, da mir die neuen Features den Preis nicht wert waren. Ich fand das Boss GT-10 sehrwohl gut. Der für mich einzige wirkliche Vorteil gegenüber dem Boss GT-8 war allerdings die Möglichkeit Effekte ausschließlich dem Preamp A oder B zuzuordnen. Damit ist es z.B. möglich einen Kompressor & Chorus nur dem cleanen Preamp zuzuordnen.
Um einen Classic Rock Sound Patch à la AC/DC oder auch Van Halen (frühe Periode) zu erhalten, müssen wir uns darüber im Klaren sein, dass es zu diesem Zeitpunkt keinen Rectifier, 5150 oder TriAmp gab. Diese Amps haben deutlich später des Licht der Welt erblickt und liefern daher keinen Classic Rock Sound, sondern einen moderneren Sound. Manchmal ist es daher hilfreich sich im Internet, z.B.
Compressor, OD/DS, Preamp, EQ, FX-1, FX-2, Delay, Chorus, Reverb, Master, Foot Volume, Pedal Wah/Bend, Noise Supressor 1, Noise Supressor 2
Booster: Mid / Clean / Treble Boost
Blues: Blues OD / Crunch / Natural OD
OD: OD-1 / T-Scream / Turbo OD / Warm OD
DIST: Distortion / Mild DS / Mid DS
Classic: RAT / Guv DS / DST+
Modern: Modern DS / Solid DS / Stack
Metal: Loud / Metal Zone / Lead
Fuzz: '60s Fuzz / Oct Fuzz / Muff Fuzz
Um nett zu Boss zu sein, sage ich einfach nur, dass die meisten Preamp-Sounds ein wenig zu grell bzw. höhenlastig sind. Also nicht gerade das, was ich einen runden, weichen oder warmen Sound nennen würde. Meinem alten Line6 Pod Pro fehlten ein paar Höhen und natürlich ist es besser zu viele Höhen zu haben als zu wenige, denn was nicht da ist, kann man nicht anheben.
Im Internet ist überall nachzulesen, dass die Simulation der zahlreichen Overdrive und Distortion Pedale Boss angeblich nicht besonders gut gelungen sei. Warum ist dies so? Hierzu gibt's keine klare Antwort.
Jeder von euch, der mit diversen Overdrive bzw. Distortion Pedalen und einem richtigen Gitarrenverstärker schon Erfahrung gesammelt hat, weiß, dass nicht jedes Pedal zu jedem Gitarrenverstärker passt. Z.B.
Auf TheStompBox.Net hat ein User eine nette Idee präsentiert. Den lautstärkeabhängigen automatischen Manual Mode. Mit dem Manual Mode des Boss GT-10 oder Boss GT-8 kann man statt einer Patch-Umschaltung mit den Fußtastern die im aktuellen Patch hinterlegten Effekte ein- & ausschalten.
D.h.
Sie werden benutzt, um ein Signal zu unterdrücken. Damit sorgen die Ducker bzw. in unserem Fall das Ducking Delay dafür, dass nur in den Spielpausen ein Delay zu hören ist.
Einen der freien variable Assigns des Boss GT-8 / GT-10 nehmen und wählen:
Der Boss GT-10 Feedbacker ist sicherlich ein Effekt, der eher in die Kategorie "Special" gehört. Und genau aus diesem Grunde habe auch ich den Feedbacker lange Zeit ignoriert und bei den Spielzeugen abgelegt.
Ich habe meinen Boss GT-8 genau wie meinen alten Line6 Pod Pro immer über einen aktiven full range PA-Monitor wiedergegeben. Schließlich würde niemand ein Blues Stück über einen Fender Verstärker spielen, diesen per Mikro abnehmen und dann über einen Mesa Rectifier verstärken.
High Gain Sounds sind im Allgemeinen und im Besondern in Multieffekt Geräten wie dem Boss GT-8 kritisch und daher schwierig einzustellen. Jeder gute Ton Ingenieur wird dir beim Recording sagen, dass du viel zu viel Gain benutzt. Andererseits tendiere auch ich - trotz dieses Wissens - dazu das Gain meines Boss GT-10 Patches zu erhöhen, wenn ich mein Palm Mute Riff nicht vernünftig wummern höre. Das Problem bei High Gain Sounds ist, dass die Dynamik flöten geht. Das ist eigentlich klar.
Der Tone Modify Effect Block stellt im weitesten Sinne einen fest eingestellten Equalizer dar. In Situationen, in denen wir z.B. einen Treble Booster (TM Typ Presence) bzw. fett verzerrte Basssaiten (TM Typ Fat) benötigen, kommen wir mit dem Tone Modify Effect dem gewünschten Sound deutlich schneller näher als mit einem Equalizer. Ausnahme: Wir haben jahrelange Erfahrung im Equalizing und wissen daher genau welche Frequenz wir für den gewünschten Sound anfassen müssen.
Ich habe eine Zeitlang 2 Solo-Patches benutzt, die sich nur darin unterschieden, dass der eine Patch ein Delay besaß und das CTL Pedal für's Tap Tempo programmiert war und der andere Patch eben kein Delay besaß. Ich habe mir dann überlegt, dass es doch möglich sein müsste mit dem CTL Pedal sowohl die Geschwindigkeit per Tap Tempo einzugeben als auch das Delay ein- und auszuschalten.
Wie alles im Leben war die Lösung dann recht einfach.
Zu Hause spielen wir dank der Preamp Simulation des Boss GT-8 Multieffekt Prozessors unsere E-Gitarre natürlich gerne über Kopfhörer, eventuell auch leise, d.h. leiser als während des Auftritts oder der Probe, über einen Verstärker. Wir können uns dann stundenlang damit beschäftigen den absoluten Hammer-Sound einzustellen, nur um dann im Proberaum graue Haare zu bekommen, da der Sound nun - nett ausgedrückt - bescheiden klingt.
Ich habe in diversen Foren schon des Öfteren die Frage gelesen, ob das Boss GT-8 oder Boss GT-10 einen Aux In besitzen, um ein Playback Signal einzuspeisen. Um also z.B. zum Lieblingslied des MP3 Players Gitarre mitspielen zu können.
Na ja, ziemlich genau zwei. Es sei denn jemandem fällt noch eine weitere ein. Ich kann mir einen vorhandenen Preset des Boss GT-8 bzw. GT-10 schnappen und diesen dann ändern. Oder aber ich fange bei Null an und stelle nach und nach die einzelnen Module des Boss GT-8 oder GT-10 auf den gewünschten Sound ein.
Einen Preset-Patch des Boss GT zu nehmen und diesen zu ändern, kann aus zwei Gründen Sinn machen.
Wenn man der Frage nachgeht, wie man das Boss GT-8 oder GT-10 am Besten aussteuert, so findet man fast ausschließlich die Aussage den Pegel so hoch wie möglich einzustellen, da das Boss GT-8 und GT-10 digital arbeitet und man bei zu niedrigem Signal-Pegel wertvolle Bits bei der AD-Wandlung verliert und somit eine unterdurchschnittliche Signal-Qualität erhält.
Wer kennt nicht das Problem. Wenn man mit Plektrum und einem cleanen Sound seine Gitarre spielt, ist man viel lauter als beim Fingerpicking. Daher habe ich früher zwei Programme in meinem Boss GT-10 benutzt, eins für das Plektrum-Spiel und eins mit Kompressor für's Fingerpicking.
Wir können unser Boss GT, Tonelab den Pod oder was auch immer an einen vorhandenen Gitarrenverstärker anschließen. Außerdem können wir jedes vorhandene Full Range System, also z.B. die PA, einen Keyboard-Amp oder aber einen Bodenmonitor zur Verstärkungen benutzen.
Ein Ducker ist das Gegenteil eines Gates, d.h. also ein Gerät, das das Signal leiser macht, solange am Steuereingang ein Signal vorhanden ist. Wohingegen ein Gate das Signal leiser macht, wenn am Steuereingang kein Signal mehr anliegt.
Im Klartext heißt das, dass ein Ducking Reverb erst dann für Reverb - also Nachhall - sorgt, wenn man aufhört zu spielen.
Unter Reamping versteht man, dass das originale Gitarrensignal ohne irgendwelche Effekte oder Verstärker aufgenommen wird.
Unter direkt in den Mixer habe ich erklärt wie man per Resonator dem etwas dünnen Gitarren Sound des Boss GT-10 auf die Sprünge hilft. Der fette Sound Trick war, dass man statt der original Speaker des Boss GT-10 Multieffekt Prozessors besser zu 4x12" oder 8x12" Customer Speakers greift und direkt hinter dem Preamp den FX1 Block mit dem Tone Modify Modul setzt und dort den Resonator auswählt.
Mithilfe der 4 Kabel Methode (eng. 4CM oder 4 Cable Methode) kann man das Boss GT-10 so mit dem vorhandenen Gitarrenverstärker verbinden, dass man die Verzerrung des Preamps weiterhin nutzen kann. D.h.
Grundsätzlich kann man das Boss GT-10 natürlich wie jedes andere Multieffekt-Gerät aus den 90er an einen cleanen Gitarren-Verstärker anschließen, nur die vorhandenen Verzerrer benutzen und einen klasse Sound erhalten. D.h.