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Rauschen und Verzerrungen beim Mischen

Mischen der einzelnen Tracks und verhindern von Verzerrungen und Rauschen durch optimalen Signalpegel

Wenn wir die einzelnen Tracks mischen, summieren wir die Signalpegel. D.h. der Signalpegel des Summen-Tracks ist dann die Summe der Einzelpegel! D.h. eigentlich haben wir einen Low Gain Overdrive im Mischpult, der uns Verzerrungen durch zu hohen Signalpegel beim Mischen der Tracks liefert.

Es gilt: x dB = 20 * log y; mit x Pegel in db und y Spannungs-Änderung in Volt

Verdoppelt sich also z.B. der Signalpegel beim Mischen zweier gleich stark ausgesteuerter Tracks, dann ist der Signalpegel des Summen-Tracks 6 dB höher als der Signalpegel der Einzel-Tracks( 20 * log 2  = 6 dB ). Dies gilt übrigens auch für das Rauschen! Und durch die 6dB mehr an Signalpegel fangen wir uns natürlich beim Mischen Verzerrungen und Rauschen ein.

Wenn wir also 2 Signale, die exakt auf 0 dB ausgesteuert sind, mischen, dann hat die Summe einen Pegel von +6 dB. Wenn wir die DAW dann nicht auf internes 32 Bit Float Format gestellt haben, gibt's hier die ersten Verzerrungen durch Übersteuerung. Daher sollten wir bei Verwendung von externem Equipment am Mischpult stets deutlich unter den -10 dB bleiben, um beim Mischen der Tracks genug Aussteuerungs-Reserve zu haben. Externe Effekt-Prozessoren bzw. digitale Mischpulte arbeiten nämlich grundsätzlich mit ganzen Zahlen (integer) und nicht im 32 Bit Float Format und quitieren eine Übersteuerung daher sofort mit Verzerrungen.

Summierung des Rauschens

Leider erhöht sich nicht nur der Signalpegel des Summensignals, sondern auch der Rauschpegel. Da auch das Signal und nicht nur das Rauschen lauter wird, macht sich der erhöhte Rauschpegel glücklicherweise nur in den Stillephasen zwischen den Songs bzw. bei leiseren Passagen negativ bemerkbar. Damit wir uns nicht unnötig viel Rauschen einfangen, müssen wir die Anzahl der Rauschquellen minimieren. D.h. bei einem externen Mischpult - egal ob analog oder digital - ziehen wir bei allen nicht benötigten Tracks die Fader herunter. Falls wir eine DAW benutzen, dann aktivieren wir nur die Tracks, die wir wirklich für den Song benötigen. Alle anderen Tracks werden gemutet. Mit diesen Maßnahmen erreichen wir, dass nur das Rauschen der aktiven Tracks beim Mischen in die Summenspur und damit in den Signalpegel einfließt.


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Peter
Comment
Re: kein Betreff
Reply #1 on : Wed February 04, 2009, 16:41:45
Naja - das stimmt nicht so hundertprozentig mit den 6dB - das ist nur der Fall, wenn man zwei mal EXAKT das selbe Signal zusammenmischt, sonst ergeben sich durch Phasendifferenzen andere Werte (zwischen +6dB und kompletter Auslöschung). Statistisch kann man sagen zwei mal gleich lautes Rauschen zusammen addiert gibt +3dB. Und ob die DAW Übersteuerungen mit sofortigen Verzerrungen quittiert hängt nicht davon ab, ob sie im INTEGER oder im FLOAT arbeitet, sondern davon, wie die DAW programmiert ist. Aber am Ende bleibt das wir auf jeden Fall (egal, ob 32-Bit Float oder nicht) darauf achten sollten, dass unser Signal in Summe unter 0dB bleibt.

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