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Mischpult und die Grundlagen des Recordings

Regeln, die man beachten sollte

(siehe auch Recording und Mixing Teil 1)

  1. Recording mit 24 Bit lohnt sich. Also macht es.
  2. Wenn ihr mit 48 kHz oder 96 kHz aufnehmen könnt, dann macht es, wenn ihr eine DVD produzieren wollt. Sonst lasst es bleiben! Die besseren Audio-Karten bieten für's Recording meist auch 88,2 kHz oder 176,4 kHz an. Wenn ihr auf dem Qualitätstripp seit, dann nehmt diese Auflösungen, da sie ein ganzahliges Vielfaches von 44,1 kHz sind und sich somit beim Mastern ohne Qualitätsverlust in die CD-tauglichen 44,1 kHz herunterrechnen lassen.
  3. Wenn eure DAW die Möglichkeit bietet intern mit 32 Bit Float zu arbeiten, dann macht es. Damit sind digitale Verzerrungen, die ihr euch schon auf den Subsummen des DAW Mischpults beim Recording einfangt, erst einmal Geschichte. Nur beim Export als WAVE-Datei müsst ihr dann wieder darauf achten bloß nicht über 0dB zu kommen.
  4. Wenn ihr genug Geld besitzt, dann kauft euch Limiter, die die Eingänge der Audio-Karte vor Übersteuerungen schützen.
  5. Wenn noch Geld übrig ist, dann kauft euch eine Patchbay, um die Limiter für's Mischpult oder für's Recording einsetzen zu können

Recording einer Hobby-Rockband

Am angenehmsten ist es natürlich die Aufnahme live über's Mischpult einzuspielen. Ein taktfester Drummer oder zumindest einer, der nach Klick spielen kann, ist hierfür allerdings Grundvoraussetzung.

Für das Recording benötigen wir neben dem Mischpult, noch Insert-Kabel, eine Patchbay und Kabel, die die Patchbay mit der Audio-Karte verbinden. Die Mikrofone für Vocals, Drums, Gitarren- und Bass-Verstärker werden an das Mischpult angeschlossen. Per Insert-Kabel werden die Inserts der benutzten Mischpult-Kanäle hinten auf die Patchbay aufgeschaltet (oben rein, unten raus). Vorne oben greift man dann das Signal ab und geht von dort aus zur Audio-Karte. Voraussetzung hierfür ist, dass die Patchbay entweder im Parallel-Modus oder im halb-normalisierten Modus betrieben wird. D.h. die beiden hinten übereinander liegenden Klinkenbuchsen und die obere vordere Klinkenbuchse sind alle miteinander verbunden. Das Signal geht also vom Vorverstärker des Mischpults in die Patchbay und wieder in das Mischpult zurück. In der Patchbay wird das Signal aber auch an die vordere Klinkenbuchse geschickt, wo es abgegriffen wird und zwecks Recording Richtung Audio-Karte gelangt. Falls die Audio-Karte genügend Kanäle besitzt, könnt ihr mit der Live-Recording-Session nun anfangen.

Mögliche Änderungen des Setups

Die PA soll nur die Vocals wiedergeben

Dann kann die Verkabelung trotzdem so bleiben. Ist ja auch schön aufgeräumt mit der Patchbay, oder? Die Inserts des Mischpults liegen Pre-Fader, also vor dem Fader! D.h. wenn der Fader unten bleibt, hört ihr das Signal nicht in den Lautsprechern, es wird aber trotzdem vom Insert des Mischpults an die Patchbay und von dort aus an die Audio-Karte geschickt und somit aufgenommen.

Recording ohne Patchbay

Die Kabel und die Patchbay kosten natürlich einiges. Das Geld für die Patchbay kann man sich sparen, wenn man die Kabel selbst lötet. Auf der Seite des Mischpults benötigen wir einen Stereo-Klinkenstecker. Für die Audio-Karte einen Klinken- oder Cinch-Stecker. Beim Löten müsst ihr nur darauf achten, dass die beiden "Kanäle" des Stereo-Klinkensteckers miteinander verbunden werden. Statt links und rechts sind das nämlich Input und Output des Mischpults.

Recording von Modelling Amps oder Keyboards

Sofern die Modelling Amps oder Keyboards nicht über die PA wiedergegeben werden sollen, verbindet sie direkt mit der Patchbay und nicht mit dem Mischpult. D.h. sie werden an der Patchbay oben hinten angeschlossen. Die Modelling Amps und Keyboards liefern ein sogenanntes Line-Signal, das nicht weiter durch das Mischpult verstärkt werden muss. Warum sich dann das Rauschen des Mischpult-Vorverstärkers einfangen? Richtung Audio-Karte geht es genauso wie bei den Signalen vom Mischpult. Also an der Patchbay vorne oben abgreifen.


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