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Der Kompressor im Studio

Grundlagen

Ein Kompressor dient dazu Lautstärkeunterschiede zu verkleinern. Hierzu sollte er die folgenden Regler besitzen : Ratio, Threshold, Attack & Release.

  1. Ratio gibt die Komprimierungsstärke an. Ein Ratio von 2:1 bedeutet, dass die Lautstärkeunterschiede am Ausgang des Kompressors nur noch 1/2 so groß sind wie am Eingang. 4:1 bedeutet folglich eine Reduzierung auf 1/4.
  2. Threshold gibt den Pegel an, ab dem der Kompressor anfängt zu arbeiten.
  3. Attack ist die Geschwindigkeit, mit der der Kompressor auf Lautstärkeunterschiede reagiert.
  4. Release ist die Zeit, die dem Kompressor zur Verfügung steht, um einen Regelvorgang abzuschließen, wenn das Signal unter den Threshold-Level fällt.

Zusätzlich besitzt ein Kompressor noch einen Regler namens Level, Gain bzw. Markupgain. Dieser wird benötigt, um die endgültige Lautstärke des Signals nach der Komprimierung einzustellen und ggf. einen Schalter "Auto", der Attack & Release über eine Automatik einstellt.

Einige Kompressoren bieten darüber hinaus noch an die Kompression von "hard knee" auf "soft knee" zu ändern, ggf. auch in Zwischenschritten. Hiermit ist gemeint wie abrupt die Kompression einsetzt. "Soft knee" hört sich natürlicher an und sollte deshalb bei Vocals auch benutzt werden. Bei Instrumenten, die den Kompressor eher als Effekt einsetzen darf es stattdessen "hard knee" sein. Allerdings gilt auch hier wie überall: Ausprobieren!

Anwendung

Die Kunst ist es nun den Kompressor im Sinne eines durchsetzungsfähigen Sounds einzusetzen. D.h. wir dürfen das Signal nicht totkomprimieren. Musik ohne Dynamik hört sich nicht besonders lebendig an! Andererseits möchten wir den einzelnen Spuren etwas mehr Druck geben.

Um den Kompressor für den jeweiligen Anwendungsfall auf sinnvolle Werte vorab einzustellen, hier eine Tabelle.

 

ATTACK

RELEASE

RATIO

KNEE

Bass mit Attack

25 ms

25 ms

4:1 oder höher

Hard

Bass (getragen)

100 ms - 500 ms

100 ms - 500 ms

4:1

Hard

Bassdrum, Snare

25 ms

25 ms

4:1

Hard

Becken

25 ms

1 sec - 2 sec

2:1 - 10:1

Hard

Blech-Bläser

25 ms

25 ms

5:1 oder höher

Hard

Gesang

25 ms - 100 ms

100 ms - 500 ms

2:1 - 4:1

Soft

Gitarre (elektrisch)

25 ms

1 sec - 2 sec

4:1 oder höher

Hard

Gitarre (akustisch)

100 ms - 500 ms

100 ms - 500 ms

4:1

Medium

Den Threshold des Kompressor stellen wir so ein, dass im Durchschnitt zwischen 4 und 6dB Gain-Reduzierung vom Kompressor angezeigt wird.


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Jonas
Comment
Re:
Reply #2 on : Sun October 02, 2011, 15:23:21
Hi,
was elektronische Musik angeht kann man natürlicha uch auf Kompressoren zurück greifen, allerdings würde ich das hauptsächlich dann tun wenn ich damit einen bestimmten Effekt erzieln will (also den ursprünglichen Sound der Spur zu ändern). Grundsätzlich werden Kompressoren ja für Akustikaufnahmen dazu verwenden um das Signal "kontrollierbarer" und "hörbarer" zu machen und. Da bei elektronischer Musik hauptsächlich Samples und Synthesizer verwendet werden sind diese Signale meist schon bearbeitet und so angepasst dass sie sich gut in einen Mix intergrieren lassen. Auf die Masterspur (bzw. Gruppenspuren z.B. Drums) des Mixes würde ich jedoch fast immer einen Kompressor legen.

Jonas
Kai Seibert
Comment
Erfahrung
Reply #1 on : Tue March 01, 2011, 21:06:06
Hallo,

ich produziere seit längerer Zeit elektronische Musik und wollte mal in Erfahrung bringen, ob man diese Angaben auch im Elektro/Techno/House Bereich, anwenden kann?

Ich habe mich bereits schon durch viele I-Net seiten und Bücher gelesen, was den Umgang mit Compressoren angeht. Allerdings noch keine halbwegs passende Info gefunden.

Hat jemand schon Erfahrungswerte mit diesen Infos gemacht?

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen!

Vielen Dank

Gruß Kai

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