Falls, bis auf den Gesang, sämtliche Instrumente in elektronischer Form vorliegen, d.h. Keyboard, E-Drums und Modeler für Gitarre und Bass könnt ihr auf die Verstärker verzichten und stattdessen lautlos per Kopfhörer spielen. Lest euch dazu auch den Artikel Recording einer Hobby-Band mal durch.
Da ihr auf dem Kopfhörer natürlich nicht nur euch hören müsst, sondern ebenfalls Drums, Bass, Gesang etc., ist es unsinnig den Kopfhörer direkt an sein Gerät anzuschließen. Stattdessen muss eine Möglichkeit gefunden werden sämtliche Instrumente zu mischen und trotzdem jedem seinen eigenen Mix zu ermöglichen. D.h. der Bassist wird sicherlich ein lautes Schlagzeug und weniger laute Gitarren bzw. Gesang bevorzugen. Für den Gesang hingegen ist das Schlagzeug und für die Intonation das akkordbegleitende Instrument wie Rhythmus-Gitarre oder Keyboard wichtig. Der Bass darf bei den meisten Sängern hingegen deutlich leiser sein.
Der Jam Hub TourBus
ist recht neu und dient dazu einer Band das lautlose Proben zu
ermöglichen. Die Geräte und die Kopfhörer werden direkt in den Jamhub
gestöpselt und dann kann sich jeder seinen eigenen Monitormix einstellen. Als
kleines Gimmick gibt's noch einen Master-Mix-Out, um die Probe auch aufnehmen
zu können. Der Jamhub dient also der lautlosen Probe. Er ist aber keine Lösung
für In-Ear-Monitoring auf der Bühne! Dafür ist er gegenüber dem Allen &
Heath MixWizard WZ3 M12 aber auch deutlich preiswerter.
Ihr könnt allerdings auch sämtliche Geräte mit dem Mischpult verbinden und zusätzlich an den Behringer Powerplay Pro-XL HA4700 anschließen. Der HA4700 ermöglicht es nämlich pro Kopfhörer ein zusätzliches Signal einzuspielen und die Lautstärke-Balance zwischen Neben- und Hauptsignal einzustellen. Wenn das Hauptsignal nun der Gesamtmix ist und das Nebensignal z.B. eure Gitarre dann könnt ihr euch in eurem und wirklich nur in eurem Kopfhörer lauter einstellen.
Um die Geräte nicht nur mit dem Mischpult, sondern auch mit dem Kopfhörerverstärker zu verbinden, wird allerdings einiges an Kabelsalat auf euch zukommen. Außerdem könntet ihr euch Brummen einfangen. Die eleganteste aber auch teuerste Lösung wäre dann ein Splitter.
Dies ist die Profilösung. Ein Monitormixer ist im Großen und Ganzen wie ein normales Mischpult aufgebaut, dient aber dazu einen Monitormix zu erzeugen. D.h. jedem Musiker sein eigenes abgemixtes Signal zu ermöglichen. Daher besitzt er meist keinen Kanalfader, sondern möglichst viele Aux-Sends. Jeder einzelne Aux-Send dient dabei als Monitorausgang für einen Musiker. Wenn die Band also aus fünf Personen besteht, benötigen wir einen Mixer mit min. 5 Aux-Sends pro Kanal und natürlich min. 5 Eingangskanälen.
Ein sehr guter Mixer wäre z.B. der Allen & Heath MixWizard WZ3 12M 19" Monitormixer. Nicht über den Preis wundern. Er besitzt nämlich einen integrierten Splitter und die sind teuer. Dank des Splitter lässt sich das Mikrofonsignal problemlos (ohne Brummen) vom Monitormixer zum FoH-Mixer durchschleifen.
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