Wir können unser Boss GT, Tonelab den Pod oder was auch immer an einen vorhandenen Gitarrenverstärker anschließen. Außerdem können wir jedes vorhandene Full Range System, also z.B. die PA, einen Keyboard-Amp oder aber einen Bodenmonitor zur Verstärkungen benutzen. Dabei müssen wir allerdings die korrekte Anpassung des Modellers sicherstellen. Und sofern wir einen Gitarrenverstärker benutzen, sollten wir möglichst direkt in die Endstufe gehen, d.h. also den Ausgang des Modelers mit dem Effects-Return des Verstärkers verbinden, um die Vorstufe zu umgehen.
Für viele von uns gehört neben der Gitarre der Verstärker zur Grundausstattung eines Gitarristen. Der Verstärker ist ein wichtiges Bestandteil bei der Soundformung, was wir, wenn wir mal zwei Extrema wie Fender und Mesa gegenüberstellen, kaum bestreiten können. Außerdem ist da natürlich noch der Coolness-Faktor. Der Blues aus einem Tweed-Amp und Nu-Metal aus einem Rectifier, so stellt sich das jeder vor. Das ein Keyboarder meist keine sichtbaren Verstärker benutzt, wissen wir, aber einen Gitarristen ohne Gitarren-Verstärker können wir uns nicht vorstellen. Außerdem gibt's noch denjenigen, der unbedingt das körperliche Empfinden eines voll aufgedrehten Stacks benötigt, auch wenn ich zugeben muss, dass ich noch nie einen Gig hatte, bei dem ich meinen Combo hätte voll aufdrehen dürfen.
Da der Verstärker nunmal seinen eigenen Sound mitbringt, ist es nicht unbedingt von Erfolg gekrönt seinen Boss GT, Line6 Pod oder Vox Tonelab einen Fender-Verstärker simulieren zu lassen und das Ganze dann über einen Marshall Amp wiederzugeben (siehe auch Boss GT-8 Sounds über einen Gitarren-Verstärker). Besonders unschön sind auch die teilweise vorhandenen Akustik-Gitarren-Simulationen, wenn wir diese über einen E-Gitarrenverstärker wiedergeben. Wer würde schon seine richtige A-Klampfe in seinen Rectifier stecken? Ich jedenfalls nicht.
Einen Gitarren-Verstärker mit einem Modeller wie dem Boss GT, Line6 Pod oder Vox Tonelab zu benutzen, macht also bei folgenden Gründen Sinn.
D.h. als Verstärker eignet sich jeder Amp, der den Sound von Haus aus liefert, den wir mit unserem Boss GT-8, Pod oder Tonelab erreichen wollen.
Hierbei ist allerdings trotzdem zu beachten, dass der benutzte Verstärker den Sound des Modellers möglichst wenig ändert. Also sollten wir tunlichst die Vorstufe umgehen und mit dem Ausgang des Boss GT, Line6 Pod oder Vox Tonelab direkt in den Effects Return gehen, da dieser das Signal direkt an die Endstufe weiterleitet.
Wenn wir unseren Boss GT, Line6 Pod oder Vox Tonelab voll ausnutzen möchten, sollten wir zu einem Full Range System greifen. Da ein Full Range System, wie z.B. ein Bühnenmonitor, die PA oder ein Keyboard-Amp das Signal "fast" unverfälscht wiedergibt, so wie die Hifi-Anlage zu Hause, eignet er sich zur Verstärkung besonders gut. Schließlich soll der Amp-Modeller den Sound machen und nicht der Verstärker. Wer schon einmal Lautsprecher für die Hifi-Anlage ausgesucht hat, weiß allerdings auch, dass diese ihren eigenen Sound haben. Daher ist die Aussage: "Nimm einfach ein Full Range System. Das wird schon passen." Nicht ganz zutreffend. Auch hier gibt es Unterschiede im Sound, die teilweise gravierend sind.
Das Full Range System ist in der Lage Fender- oder Rectifier-Simulationen, sowie Specials wie eine Akustik-Gitarren-Simulation originalgetreu wiederzugeben. Auch dies ist ein Erfahrungswert, den jeder mit einer halbwegs venünftigen Hifi-Anlage nachvollziehen kann. Ob man sich nun für einen Keyboard-Amp oder Bühnenmonitor entscheidet, ist sicherlich ein wenig Geschmacksache. Ein Keyboard-Amp bietet meist noch eine mehr oder weniger aufwändige Klangregelung, die uns sicherlich bei unterschiedlichen Soundverhältnissen weiterhelfen kann und ein Nachprogrammieren bzw. Ändern der Einstellungen des Modellers verhindern kann. Andererseits bieten aktive PA Boxen von db Technologies, HK Audio oder JBL mit ihren 15" Bässen einen super Sound mit richtig viel Wumms.
Für die Boss GT Serie haben wir noch eine weitere Möglichkeit. Nämlich den Roland JC-120 Jazz Chorus. Dies ist ein Transistor Gitarren-Verstärker, der dank seines hervorrangenden Clean-Sounds mittlerweile Kultfaktor hat. Außerdem ist er der lauteste cleane Verstärker, den ich je ausprobieren konnte. Da Boss zum Roland Konzern gehört, besitzt die Boss GT Serie neben der allgemein gehaltenen Ausgangsanpassung für Combos und Stacks auch eine spezielle Anpassung für den JC-120 Jazz Chorus. Abgesehen von den fehlenden Höhen bei den Akustik-Gitarren-Simulationen erreicht man hiermit super Sounds. Dies ist also auch eine Überlegung wert. Zumal der JC-120 Jazz Chorus in Stereo ausgelegt ist; er also 2 Endstufen besitzt und wir somit endlich auch einmal die Stereo-Effekte benutzen und hören können.
Reply #1 on : Tue June 03, 2008, 13:41:22
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