Jetzt kann das Boss GT-10 seine Stärken ausspielen. Falls man über den Mixer geht, wird natürlich mit den Amp Models des Boss GT-10 gearbeitet, da diese nun unseren nicht vorhandenen Gitarren Amp simulieren. Dabei wird man feststellen, dass die Boss Amps über den Mixer ziemlich dünn klingen. D.h. viele Höhen und wenig tiefe Mitten. Also nicht gerade das, was man unter fetten Sound versteht.
Aber eigentlich ist dies sogar gut. Man kann es sich zumindest einreden. Wenn man sich nämlich mal über den Mixer die CDs seiner Lieblinge anhört, wird man feststellen, dass sie sehr transparent klingen (ich meine die CDs und nicht die Lieblinge). Und dies erreicht man, indem man jedem Instrument im Frequenzspektrum seinen Platz zuordnet. Da der Gesang in so gut wie jeder Musikrichtung das zentrale Element ist, bleibt er da wo er ist und die anderen Instrumente u.a. auch die Gitarren müssen Platz machen. Sie werden also am Mixer in den Mitten – dort wo der Gesang ist – ausgedünnt und dafür die Höhen etwas angehoben, da sich unser Gehör daran gewöhnt hat und es sonst etwas dumpf klingt. Und fette Bässe für die Gitarren gibt’s schon mal gar nicht, denn dort hat die Bass Drum und noch tiefer der Bass seinen Platz.
Problem: Der Sound, den wir von unserer Gitarren Amp Kombination erwarten, also fett und rund und der Sound, den man schließlich und endlich auf einer CD oder den das Publikum über den Saal-Mixer hört, unterscheiden sich deutlich voneinander. Daher ändern wir den Sound per Tone Modify Resonator auf unseren gewünschten Sound und der Toningenieur verbiegt per EQ am Mixer solange unseren Sound bis er in den Bandkontext passt. Wenn wir also nun unseren heißgeliebten fetten Sound aus dem Boss GT-10 und einem Mixer herausholen wollen, müssen wir an ein paar Schrauben drehen.
Reply #4 on : Thu November 13, 2008, 21:01:40
Reply #3 on : Mon July 14, 2008, 21:50:00
Reply #2 on : Mon July 14, 2008, 16:31:24
Reply #1 on : Mon February 18, 2008, 11:57:40
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