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Einstellung eines dynamischen High Gain Sounds im Boss GT-10 Dynamic Hi Gain Sound with the Boss GT-10

Einstellung eines dynamischen High Gain Sounds im Boss GT-10

Dynamik

High Gain Sounds sind im Allgemeinen und im Besondern in Multieffekt Geräten wie dem Boss GT-8 kritisch und daher schwierig einzustellen. Jeder gute Ton Ingenieur wird dir beim Recording sagen, dass du viel zu viel Gain benutzt. Andererseits tendiere auch ich - trotz dieses Wissens - dazu das Gain meines Boss GT-10 Patches zu erhöhen, wenn ich mein Palm Mute Riff nicht vernünftig wummern höre. Das Problem bei High Gain Sounds ist, dass die Dynamik flöten geht. Das ist eigentlich klar. Je mehr Gain desto länger bleibt der Ton stehen, was das Gegenteil eines dynamischen Sounds darstellt. Dummerweise planieren wir die Dynamik unseres akzentuierten Riffs damit so weit, dass es im Bandgefüge schlicht und ergreifend untergeht, weil nur noch stehende dynamiklose Akkorde übrigbleiben. Die erste Handlung ist dann meist die Lautstärke zu erhöhen. Wir könnten allerdings auch sofort eine verzerrte Hamond Orgel benutzen, die ist wahrscheinlich sogar noch ein Quentchen mehr dynamisch als unserer Gitarren-Sound. D.h. gerade im Rhythmus-Gitarren-Bereich benötigen wir Dynamik! Unser dynamisches Gitarrenspiel drückt sich dabei aber nicht nur in erkennbaren Lautstärkeunterschieden aus, sondern auch darin, dass bei stärkeren Anschlag der Sound ein wenig agressiver wird.

Gain Stages 

Wie ist das eigentlich bei einem richtigen Setup mit dem Gain?

Ein Röhrenverstärker hat mehrer sogenannte Gain Stages. Das sind einzelne Verstärker-Einheiten, die das Signal jeweils ein wenig verstärken. In der Summe verstärken die Gain Stages das Signal dann soweit, dass es verzerrt. Ein Unterschied zwischen einem crunchigen Fender, rockigen Marshall oder heavy Peavey 5150 ist die Anzahl der Gain Stages. Dadurch dass jedes Gain Stage nur ein wenig verzerrt bleibt ein gewisses Maß an Dynamik erhalten! Dies ist auch bei High Gain Verstärkern wie dem Rectifier so.

Im Gegensatz hierzu stehen die meisten Overdrive oder Distortion Trampelboxen, die meistens einen High Gain OpAmp enthalten und Anti-Parallel geschaltete Clipping Dioden, also nur ein Gain Stage! Hier gibt es nur eine Verstärkereinheit mit max. möglicher Verstärkung. Ein Grund warum diese Pedale so schlecht bzw. gar nicht auf das Volume Poti der Gitarre reagieren!  Von Dynamik kann hier also keine Rede sein.

Also:

  • Viele Gain Stage (nicht High Gain) mit wenig Gain => dynamischer High Gain Sound
  • Ein High Gain Stage => High Gain Sound ohne Dynamik

Unser Boss GT-10 im High Gain Bereich

Lass den GAIN SW des Boss GT-10 Patches auf jeden Fall auf Medium und benutze möglichst nicht mehr als 50% Gain! Denn wir müssen versuchen den gewünschten Sound mit möglichst vielen Gain Stages zu erreichen, um ein gewisses Maß an Dynamik zu erhalten. Fehlende Kompression - eigentlich das Gegenteil von Dynamik! -  für unsere abgedämpften Basssaiten können wir jetzt noch durch einen vor den Preamp geschalteten TS-9 - die Wunderwaffe in den '80er vor vielen Marshalls - und / oder einen Kompressor ausgleichen.

Der Sound 

Um die gegebenenfalls übertriebenen Höhen unseres High Gain Setups los zu werden und den Sound voller zu gestallten, sollten wir die Speaker Sims auf 4x12" oder 8x12" ändern. Auch mal das Mic ändern. Die haben nämlich verschieden viele Höhenanteile. Die Mic Position spielt hier auch eine Rolle.

Für einen definierten Bass - also einen mit Dynamik und Attack - können wir die Bässe im Preamp und ggf. im Overdrive bzw. Distortion Effect absenken und hinter dem Preamp per Equalizer oder Tone Modify Resonator wieder anheben. Wirkt Wunder! 

Für den Fall, dass jetzt zwar die Dynamik unseres High Gain Sounds im Bass stimmt, er aber nicht agressiv genug ist, können wir den Tone Modify Effect (Typ FAT) vor den Preamp setzen. Tone Modify Typ Fat verstärkt den Mittenbereich unseres Gitarrensounds. Also die Obertöne der Bässe.


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