Reverb entsteht in jedem natürlichen Raum und gehört somit zu einem natürlichen Klangbild. Reverb wird gerne benutzt, um den Gesang bzw. einzelne Instrumente voller zu machen. Damit klingt der Gesang bzw. das Keyboard alleine für sich super, im Zusammenspiel mit anderen sorgt zuviel Reverb allerdings nur dafür, dass der Sound vermatscht.
Heutzutage unterscheiden wir grob zwischen Spring, Plate, Ambience, Room und Hall Reverb. Hinzukommen einige Spielarten wie z.B. "Modulated Reverb" oder "Reverse Reverb".
Da - wie oben erwähnt - in jedem Raum Reverb ensteht, bietet es sich an die Raumgröße und Beschaffenheit als Reverb Parameter zu benutzen. Also z.B. Raumgröße, Wand-Reflektion bzw. Dämpfung. Andere Reverbs hingegen lassen es zu die Reverblänge (in Sekunden) und Lautstärke sowie die Höhen- und Tiefen-Dämpfung (in Hertz) anzugeben. Immer sollte die Dichte (Density) der Nachhall-Fahne regelbar sein. Und gut ist es, wenn das Reverb den Parameter Pre-Delay besitzt.
Fangen wir zunächst einmal gar nicht mit dem Sound an, sondern damit, dass Reverb die Intonation eines Sänger oder einer Sängerin deutlich verbessern kann, weil er oder sie nach dem Ende eines Tones durch das Reverb noch die Tonhöhe kontrollieren kann, denn der gesungene Ton ist noch zu hören. Wenn also eurer Vocalist mit etwas mehr Reverb die Töne deutlich besser trifft, sollte ihr euch überlegen auf seinen oder ihren Monitor mehr Reverb zu legen.
Generell lässt sich sagen, dass Reverb bei Instrumenten, die einzelne eher dumpfe Töne spielen sehr gut eingesetzt werden kann. Akkord-Instrumente bzw. helle Instrumente, wie verzerrte E-Gitarren, benötigen hingegen wenig bis gar kein Reverb!
Besonders wichtig ist, dass es auf jeden Fall besser ist sämtliche Instrumente durch das gleiche Reverb laufen zu lassen, als die Reverbs der Keyboards oder Multieffekt-Geräte zu benutzen. Unser Gehör erkennt nämlich sofort, dass die verschiedenen Instrumente aus unterschiedlichen Räumen zu kommen scheinen und dies klingt dann sehr unnatürlich oder künstlich.
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