Der wichtigste Effekt überhaupt ist (zumindest für Gitarristen) die Verzerrung. Was die Bezeichnungen angeht, hat sich ein recht einfaches System etabliert.
Da ein Overdrive Pedal eine weiche leichte Verzerrung erzeugt, eignet es sich bestens als Solo-Booster für eine bereits vorhandene Rhythmus-Verzerrung. Die Verzerrung wird, richtig angewandt, hierdurch voller, cremiger und erzeugt mehr Sustain.
Ein Distortion Pedal wird vor einem cleanen Verstärker eingesetzt, um den gewünschten Rock, Hard-Rock oder Heavy Sound zu erzeugen. D.h. es erzeugt von Haus aus schon genug Verzerrung. Vor einem bereits verzerrenden Verstärker eingesetzt, erhalten wir nur dynamiklosen grellen Soundmatsch.
Die Verzerrung durch übersteuerte Transistoren. Ein beliebter Effekt der 60er. Wird auch heute noch gerne als Effekt benutzt, wobei die Betonung auf "Effekt" liegt. Auch hier sollte hinter dem Fuzz ein cleaner Gitarrenverstärker arbeiten.
All dies ist natürlich eine etwas überzogene Darstellung der erzeugten Sounds und deren Einsatzbereiche gewesen. Hilft euch aber sicherlich bei eurer persönlichen Einteilung der verschiedenen verzerrten Sounds. Und natürlich kann ein Distortion Pedal oder Fuzz Pedal vor einem auf Crunch eingestellten Verstärker benutzt werden. Wichtig ist nur das die Summe der Verzerrung nicht übertrieben wird. Außerdem sollten wir beachten, dass ein bereits höhenreicher Verstärker, also z.B. ein cleaner Fender, sich nicht besonders gut mit einem ebenfalls höhenreichen ggf. grellen Distortion Pedal verträgt. Hier wäre ein "dumpfes" Overdrive Pedal die bessere Wahl.
Weiter geht's im Teil II Crunch, Drive & Lead.
Reply #2 on : Thu May 07, 2009, 15:48:17
Reply #1 on : Wed April 22, 2009, 13:30:08
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